Effiziente Fislisbacher nehmen Geschenke an


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06.11.2008 | Mellingen – Fislisbach 1:4 (0:2)

Fislisbach gelingt die Derbyrevanche und besiegt Mellingen nach der unglücklichen Niederlage im August im Rückspiel deutlich mit 4:1, wobei das klare Ergebnis kaum den Verhältnissen auf dem Platz entspricht.

Derbystimmung wie man sie in 3.Liga-Breitengraden liebt – Tore, Emotionen und ein harter Kampf um drei Punkte. Die Zuschauer wurden bestens unterhalten und nach Spielschluss verwandelten die Gäste die Umkleidekabine in eine Karaoke-Bar, während der Gastgeber zum November-Blues anstimmte. Nur einem war ganz und gar nicht zum Lachen, geschweige denn zum Singen zuliebe. Mellingens Schlussmann Kevin Biefer erlebte einen rabenschwarzen Abend. Bereits nach drei Minuten wurde sein erster Fehlgriff bestraft. Einen Eckball konnte er nicht festhalten, seine Vorderleute brachten den Ball nicht weg und Lozza staubte zum 0:1 ab. Kurz vor der Pause das gleiche Missgeschick – diesmal war Füglister zur Stelle. Und nachdem Huser in der 61. Minute per Freistoss den dritten Fislisbacher Treffer markierte – bejubelt mit einem vierfachen Flick-Flack -, luchste Markovic keine Zeigerumdrehung später dem Gästehüter den Ball ab und bediente den einschussbereiten Binder.
„Wirkliche Torchancen hatten wir kaum“, stellte Gäste-Trainer Giramonti fest, „der Unterschied lag im Torhüter.“ Ins gleiche Horn blies Marco Tovagliaro. „Wir machen aus 7-8 Möglichkeiten nur ein Tor, Fislisbach spielte sich keine heraus und trifft viermal“, bedauerte der Mellinger Coach. Einen Vorwurf machen wollte er seiner Mannschaft nicht. „Sie hat gekämpft, aber solche Gegentore knicken natürlich die Moral.“ Lange Zeit war Mellingen bemüht, den Fehlstart auszumerzen und kontrollierte das Spiel weitgehend. Mit einigen gelungenen Spielzügen vermochte das Heimteam die sonst kompakte Gästedefensive einige Male auszuheben, konnte jedoch keinen Profit daraus schlagen. So verpassten Zahner und Murtezi Hereingaben um einen Schritt, später vereitelte Muntwiler beste Chancen von Gonçalves und Zahner.
Erst nach dem Seitenwechsel fand das Tovagliaro-Team die Lücke. Mit einem satten Schuss aus zwölf Metern erzielte Zahner den Anschlusstreffer. Doch mit dem Fislisbacher Doppelpack rund zehn Minuten später war der Abend gelaufen. Zwar suchte Mellingen weiter vehement den Weg vors Tor, die solide und stets aufmerksame Fislisbacher Hintermannschaft mit einem sicheren Muntwiler zwischen den Pfosten liess jedoch nichts anbrennen.
Mit unterschiedlichen Voraussetzungen gehen die beiden Nachbarn somit in die Winterpause. „So können wir uns gegen oben orientieren“, freut sich Giramonti, während die Lage für Tovagliaro mit Platz zehn prekär ist. „Beunruhigt bin ich deswegen nicht, ich glaube an die Mannschaft“, gibt er sich jedoch gewohnt zuversichtlich. Beide Trainer wollen in der Winterpause zwei Transfers tätigen, um in der Rückrunde wieder angreifen zu können. Mellingen weg vom unteren Strich, Fislisbach in Richtung des oberen.

Telegramm:
Mellingen – Fislisbach 1:4 (0:2)
Kleine Kreuzzelg. – 50 Zuschauer. – SR: Peca.
Tore: 3. Lozza 0:1. 41. Füglister 0:2. 49. Zahner 1:2. 61. Huser 1:3. 65. Binder 1:4.
Mellingen: Biefer; Müller, Remo Tovagliaro, Di Paolo; Fischer, Murciano; Gonçalves, Grob, Rondinelli (46. Wächter); Murtezi (46. Parente), Zahner.
Fislisbach: Muntwiler; Füglistaller, Lozza, Peterhans; Huser, Markovic (84. Roth), Füglister, Herzog, Nievergelt; Wüthrich (63. Binder), Herren (76. Markwalder).
Bemerkungen: Mellingen ohne Marco Tovagliaro, Stallone, Kanalga (verletzt), Tasic, Delle Chiaie (abwesend). Verwarnungen: 22. Füglister. 38. Wüthrich. 69. Müller. 72. Nievergelt. 81. Di Paolo. 90. Zahner (alle Foul).